Aktuelle Veranstaltungen
Im November geht es um das Thema „Lesbisches Leben und Frauenliebe“
Wie ihr wisst, finde ich es wichtig, uns immer mal wieder mit der Art und Weise auseinanderzusetzen, wie frauenliebende Frauen leben und lieben. Dazu gibt es einen bemerkenswerten historischen Bericht über eine Frauenliebe im 19. Jahrhundert von Angela Steidle sowie einen Vortrag mit empirischen Daten zu den Bedürfnissen älterer frauenliebender Frauen. – Michael Holy –
02.12.2025 Long-Term Compagnion - 40 Jahre AIDS-Hilfe Frankfurt
Wer könnte uns besser einen Einblick in die Geschichte, Krisen und Erfolge dieser einzigartigen Selbsthilfeorganisation Frankfurts geben als Achim Teipelke, langjähriger Geschäftsführer der AIDS-Hilfe Frankfurt? Die AIDS-Hilfe Frankfurt wurde als eine der ersten ihrer Art in der Bundesrepublik 1985 gegründet. Bis 1988 war Hans-Peter Hauschild Geschäftsführer. Er regte nicht nur die ersten Trauer-Demonstrationen in Frankfurt an, sondern war maßgeblich an der Einführung des Konzeptes der „strukturellen Prävention“ beteiligt, das davon ausgeht, dass AIDS-Prävention dort am ehesten gelingt, wo man die Lebensweisen der Betroffenen akzeptiert. Diese offensive Haltung war in Zeiten des reaktionären CDU-Oberbürgermeisters Wolfram Brück, der HIV-Infizierte internieren wollte, im wahrsten Sinne des Wortes überlebenswichtig. Eine wichtige Rolle für die Verständigung auch bei kontroversen Themen spielte das AHF-Info „In Fact“, die 1996 aus dem Internen AHF-Info hervorgegangen ist. Es ging der AHF immer um unmittelbare Hilfe für die Betroffenen, aber auch um gemeinsame Trauer und Sichtbarkeit der Infizierten in der Stadtgesellschaft. Aus dieser Überlegung heraus regte Michael Bohl 1994 eine Gedenkstätte für die Hunderten bereits damals an AIDS und den Folgen Verstorbenen am Peterskirchhof in der Innenstadt an, zu dem die Community nach der jährlichen Veranstaltung in der Paulskirche zum Welt-AIDS-Tag im Schweigemarsch zog. Eine Besonderheit der AHF war, dass sie auch andere Betroffenengruppen als schwule Männer mit einbezogen hat: Stricher, Prostituierte, Drogennehmende, Heterosexuelle und Bluter. Nicht mehr wegzudenkenden ist der ^Lauf für mehr Zeit“, der nach seinem Start im Jahr 1995 ein sportliches und gesellschaftliches Großereignis in unserer Stadt geworden ist. Gemeinsam wetteifern dabei Freizeitjogger, Spitzenläufer und Prominente auf dem Rundkurs durch die Frankfurter Innenstadt um die vordersten Plätze. Die AHF hat gezeigt, dass Mitgefühl, Solidarität und professionelle Organisation miteinander funktionieren können. Achim Teipelke wird im Gespräch mit Michael Holy und den diskussionsfreudigen Gästen die AHF-Geschichte Revue passieren lassen.
16.12.205 Schwule Weihnachten? Je oller, desto doller!
Es gibt schwule Männer, die lehnen diesen ganzen Weihnachtskitsch ab und fahren über Weihnachten lieber nach Gran Canaria..., um sich vor dem Besuch im Yumbo Europas größte Sandkrippe in der Belén Arena am Strand von Las Palmas anzuschauen (nur als Tourist versteht sich). Andere schwule Männer genießen dagegen gerne weihnachtliche Atmosphäre und denken sich immer neue Highlights für weihnachtliche Events mit schwulen Freunden aus: dem Liebsten einen Adventskalender basteln, in die wundervolle Frankfurter Oper gehen und danach gemeinsam über den „Rosa Weihnachtsmarkt“ schlendern und vor lila leuchtenden Bäumen Glühwein von einer riesigen zuckrig-heißen Feuerzangenbowle genießen, selbst gebackenen Weihnachtsstollen von Harald zum Kaffee reichen und an Heiligabend schließlich dem besten Freund Hasenbraten vom Bauer Mann aus der Kleinmarkthalle servieren, begleitet von Weihnachtsliedern des Tenors Richard Resch wie „Wenn ich nur dich hab“. Und dann wird's richtig gemütlich: wir schauen uns auf der Couch den ersten Netflix-Weihnachtsfilm mit schwulen Hauptdarstellern auf der Suche nach Liebe an. Oder wir gehen zur Weihnachtsfeier des Cafe Karussell und feiern gemeinsam den Jahresausklang.
Für diese Veranstaltung wird ausnahmsweise mal um eine Anmeldung gebeten, damit wir ungefähr wissen, wie viele Leute kommen.
Alle Veranstaltungen finden nach jetziger Planung „live“ im Switchboard statt.
Alte Gasse 36, 60313 Frankfurt am Main, von 14:30 bis ca. 17 Uhr. Die eigentliche Veranstaltung beginnt gegen 15 Uhr.
Bei akuten Infektionen bitte zu hause auskurieren!
Damit wir wegen der begrenzten Sitze im Switchboard (maximal 25 Sitzplätze) niemanden wegschicken müssen, bitten wir um Anmeldung unter cafekarussel@gmx.de.
Alle Veranstaltungen dauern ungefähr 1 1/2 Stunden.
Das Switchboard in der Alten Gasse 36 öffnet wie immer um 14:30 Uhr,
die eigentliche Veranstaltung beginnt gegen 15:15 Uhr.
Außerdem:
Jeden Dienstag in der Zeit von 14:00 bis 16:00 Uhr bietet ein qualifizierter Berater der AG36 – Schwules Zentrum – telefonische (069) 295959 und persönliche Beratung für homosexuelle Männer 60 plus in der Alten Gasse 36 an.
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